12 interessante Fakten über unsere Erde

Seit etwa 4,6 Milliarden Jahren gibt es sie bereits: die Erde. Der “Blaue Planet” gilt als Ursprung und Heimat aller bisher bekannten Lebewesen und fasziniert die Menschen immer wieder aufs neue. Immer wieder werden neue Fakten über die Erde aufgedeckt, sodass die Faszination für diesen besonderen Planeten kein Ende zu nehmen scheint. Doch sind Sie sicher, dass Sie alles über den Planeten wissen, auf dem Sie Ihr bisher gesamtes Leben verbrachten – auf dem Sie gerade mit Ihren Füßen stehen? Mit den folgenden 12 interessanten Fakten über den Planeten Erde werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit noch einmal mehr von unserem Heimatplaneten fasziniert werden.

Fakt 1: Die Erdatmosphäre reicht bis etwa 10.000 Kilometer ins All

Die Erdatmosphäre ist in ihren ersten 50 Kilometern nicht nur die dichteste Atmosphäre aller erforschten Planeten, sondern reicht mit bis zu 10.000 Kilometern noch weit ins Weltall hinein. Dabei setzt sich die Erdatmosphäre aus fünf verschiedenen Schichten zusammen. Dazu gehören die Troposphäre, die Stratosphäre, die Mesosphäre, die Thermosphäre und die Exosphäre. Je höher man in der Atmosphäre geht, also je weiter man sich von der Erdoberfläche entfernt, desto geringer wird der Luftdruck und die Dichte. Obwohl die Erdatmosphäre weit in den Weltraum reicht, befinden sich 75 % der gesamten Masse der Atmosphäre innerhalb der ersten 11 Kilometer der Troposphäre. Trotzdem ist die äußerste Schicht, die Exosphäre, auch die größte Schicht. Sie beginnt etwa 700 Kilometer über der Erdoberfläche und der Übergang zum Weltraum ist kontinuierlich, weshalb auch keine exakte Obergrenze der Erdatmosphäre gezogen werden kann. Diese Obergrenze wird aber mit etwa 10.000 Kilometern angegeben. In der Exosphäre kommen vor allem Helium und Wasserstoff vor, wobei nahezu alle Teilchen nur noch in ionisierter, also elektrisch geladener Form vorkommen. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und der nur noch geringen Erdanziehungskraft können die Teilchen das Gravitationsfeld der Erde verlassen und sich ins All bewegen – allerdings können sie sich dem Einfluss der Erde nicht vollständig entziehen: Da sie elektrisch geladen sind, müssen sich die Teilchen weiterhin entlang der Feldlinien der Magnetosphäre bewegen.

Fakt 2: 70 % der Erdoberfläche bestehen aus Wasser

Nicht umsonst wird die Erde auch der “Blaue Planet” genannt. Als sich Astronauten zum ersten Mal auf den Weg ins All machten und unser Heimatplanet zum ersten Mal mit menschlichen Augen begutachtet werden konnte, bekam er seinen Spitznamen “Blauer Planet” aufgrund seines Aussehens: denn seine Oberfläche erschien aufgrund der großen Menge an Wasser vor allem in blauer Farbe. Nach diesen Beobachtungen konnte man sagen, dass die Erdoberfläche zu etwa 70 % aus Wasser besteht. Die restlichen 30 % sind Landmasse, die über dem Meeresspiegel liegt. Das ist auch der Grund, weshalb man sie “kontinentale Erdkruste” nennt.

Fakt 3: Die Plattentektonik – unser Kohlenstoff-Recycler

Die Erde ist der einzige Planet in unserem Sonnensystem, der über Plattentektonik verfügt. Das bedeutet, dass die äußere Erdkruste ist in einzelne Regionen, die sogenannten tektonischen Platten, unterteilt. Diese Platten können sich verschieben, wodurch zum Beispiel neues Land entstehen kann. Die Bewegungen können aber auch negative Effekte, wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche, zur Folge haben. Nichtsdestotrotz könnten wir ohne die Plattentektonik nicht leben, denn: Im Meer sterben permanent mikroskopische Pflanzen ab und sinken zu Boden. Anschließend gelangen die Überreste, die reich an Kohlenstoff sind, zurück ins Innere der Erde, wo sie recycelt werden. Dieser Prozess zieht also Kohlenstoff aus der Atmosphäre und verhindern einen Treibhauseffekt, wie ihn zum Beispiel die Venus erlebt hat. Ohne die Plattentektonik gäbe es demnach kein Recycling des Kohlenstoffs und die Erde würde überhitzen.

Fakt 4: Unsere Erde besteht zum größten Teil aus Silizium, Eisen und Sauerstoff

Unsere Erde besteht zu 32.1 % aus Eisen, 30.1 % aus Sauerstoff, 15.1 % Silizium und 13.9 % aus Magnesium. Dabei besteht der Erdkern aus 88 % Eisen und die Erdkruste aus 47 % Sauerstoff.

Fakt 5: Die Erde ist nur beinahe eine Kugel

Die Erde sieht zwar aus wie ein Kugel – doch sie ist es nicht. Zumindest nicht ganz. An den Polen ist die Erde abgeflacht und am Äquator ist sie ausgebuchtet. Demnach ist der Durchmesser der Erde – gemessen von Pol zu Pol – etwa 43 Kilometer kleiner, als der Durchmesser gemessen am Äquator.

Fakt 6: Ein Jahr auf der Erde entspricht nicht 365 Tagen

Ebenfalls entgegen des Volksglaubens entspricht ein Jahr auf der Erde eigentlich gar nicht 365 Tagen. Eigentlich sind es genau 365,2564 Tage. Diese zusätzlichen 0,2564 Tage sind genau der Grund weshalb es alle vier Jahre ein Schaltjahr mit einem zusätzlichen Tag im Februar gibt.

Fakt 7: Die Erde braucht keine 24 Stunden um sich einmal komplett um ihre Achse zu drehen

Die Erde braucht für eine Drehung um ihre eigene Achse genau 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden. Normalerweise sollte man nun denken, dass auch ein Tag weniger als 24 Stunden lang ist. Dem ist aber nicht so: Die Erde kreist nämlich um die Sonne, die sich ebenfalls jeden Tag um 1° bewegt. Durch diese Bewegung bleibt die Tageslänge bei den vollen 24 Stunden.

Fakt 8: Der kälteste Ort der Erde ist die Antarktis

Die Antarktis ist der kälteste Ort der Erde. Regelmäßig werden im Winter dort Temperaturen von unter -73° Celsius erreicht. Seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen in der Antarktis wurde am 21. Juli 1983 dort die mit Abstand kälteste Temperatur gemessen: -89,2° Celsius – für uns in Europa unvorstellbar.

Fakt 9: Das größte Lebewesen der Erde ist ein Baum

Richtig gehört: nicht Wale oder Elefanten sind die größten Lebewesen der Erde – sondern ein Baum. Der General Sherman Tree, ein sogenannter Riesenmammutbaum, steht in Kalifornien und ist mit einem Volumen von 1.486,9 Kubikmetern zuweilen das größte Lebewesen der Erde.

Fakt 10: Der Erdkern schafft ein Magnetfeld

Das Magnetfeld, welches vom Erdkern erschaffen wird, reicht mehrere tausend Kilometer von der Erdoberfläche und bildet die sogenannte Magnetosphäre. Die Magnetosphäre ist für unser Leben essentiell: Ohne sie könnten Sonnenwinde die Erde erreichen – und damit auch eine enorme Strahlung.

Fakt 11: Die Erde hat einen Mond und zwei co-orbitale Satelliten

Dass die Erde einen Mond hat, ist wohl allseits bekannt. Auch die Erforschung des Mondes ist weit fortgeschritten. Doch wussten Sie, dass die Erde zwei zusätzliche Asteroiden in ihrer Co-Orbitalbahn hat? Sie heißen “3753 Cruithne” und “2002 AA29” und zählen zu den NEOs (Near-Earth Objects). “3753 Cruithne” wird manchmal auch als der “zweite Mond” der Erde bezeichnet. Es sieht so aus, als würde der Asteroid der Erde folgen, dabei folgt er seiner eigenen Umlaufbahn.

Fakt 12: Die Erde ist der einzige Planet mit Leben

Seit vielen Jahren versuchen Forscher und Wissenschaftler nun schon Leben auf anderen Planeten zu entdecken. Bisher aber ohne Erfolg. Die Erde bleibt vorerst der einzig uns bekannte Planet mit Leben. Doch die Suche nach anderen Lebensformen geht weiter…

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